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Das schlechte Gewissen ...

... kam bisher nur davon, dass er jeden Monat sein Senatorensalär bekam und eigentlich gar nicht so genau wusste weshalb. Nun aber kommt es davon, dass er nicht wusste, dass in seinem Fachressort eigentlich vieles schief läuft. Und ausgerechnet Beamte, schlimmer noch Lehrer haben das verursacht. Jene Spezies, die es an Loyalität noch nie wirklich haben fehlen lassen. Sie, die ständig damit beschäftigt sind unsinnige Senatorendirektiven umzusetzen, sie, die seit Jahren tapfer den Mangel verwalten, den er ihnen beschert und irgendwie damit beschäftigt sind zu überleben, die haben ihn jetzt angeschwärzt. Sie haben öffentlich gemacht, was ihm schon lange bekannt sein müsste, sie haben auf Missstände aufmerksam gemacht, die jeder weiß, nur nicht der der das Senatorensalär dafür einstreicht, dass er es wissen müsste und dass er Missstände behebt und nach vorne denkt. Aber er kann das nicht, hat es nie gekonnt und hat eigentlich nie verstanden warum ihm soviel Geld gezahlt wird, obwohl er doch eigentlich nichts tut. Nun hat er ein berechtigtes schlechtes Gewissen und weiß wieder warum er bezahlt wird. Politiker haben's schwer - aber am schwersten hat es doch Böger, der Berliner Schulsenator - was soll er nun machen mit seinem schlechten Gewissen? - Noch nie ist ihm wirklich was eingefallen, was auch nie sonderlich auffiel. Aber nun wird ihm was einfallen - ich warte auf die Versetzung der Lehrer, die es gewagt haben, Bögers schlechtem Gewissen einen realen Grund zu verleihen.
Mit Stahmer wurde Schule immer lahmer - mit Böger wurde sie auch noch tröger. Schade, dass keine neuen Bundesländer in Sicht sind - Böger kann nicht mehr entsorgt werden.
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