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Scham ist etwas ...

... das ich häufig bei Managern und Politikern vermisse.

Nun hat sich ausgerechnet Ackermann, ja der von der Deutschen Bank, dazu bekannt, dass er sich schämen kann. Der nämlich sagte: " Ich würde mich schämen, wenn wir in der Krise Staatsgeld annehmen würden."
Und alle, alle finden das nicht gut, dass er so was gesagt hat.
Verständlich, finde ich, denn Scham sollte er darüber empfinden, dass er (bzw. seine Bank) mit gezockt hat und dadurch zum Mittäter bei der jetzigen Finanzkrise wurde. Aber darüber empfindet natürlich ein Vorstandsmitglied keine Scham, warum denn auch? Gehört es doch offensichtlich zum guten Ton, dabei gewesen zu sein aber es ist ganz schlechter Stil den Staat um Hilfe zu bitten, wenn's schief gegangen ist. und noch schlechterer Stil wäre es, wenn einzelne Vorstände ihren Hut nehmen würden, denn dann bekämen sie die Abfindungen in Millionenhöhe nicht, würden aber zeigen, dass sie zu "wirklicher" Scham fähig wären und das ist wiederum in diesen Kreisen verpönt.

Ja, das wäre m. E. noch ein wichtiger Punkt in dem sog. Rettungspaket gewesen, wenn die Politik verlangt hätte, dass die Täter
ohne Abfindungen ihren Hut nehmen müssen. Aber wie war das mit den Krähen und den Augen ...?

Am liebsten würde man rufen: "Macht euch doch alle vom Acker - Mann!", nur hören würde keiner darauf.

Ach ja, da ist doch noch das Ding mit dem Verzicht von dem Ackermann auf seinen Bonus in Millionenhöhe zugunsten "... verdienter Mitarbeiter ... die es nötiger haben als ich ...", so so verdiente Mitarbeiter bei der Deutschen Bank sind also auf Almosen von Herrn Ackermann angewiesen?, was ist das bloß für ein Betriebsklima dort?

Das mit den Boni ist ja auch so ein Ding, die werden i. d. R. für kurzfristige Erfolge, insbesondere bei den Aktien des jeweiligen Unternehmens (bei Banken und Wirtschaftsunternehmen) gezahlt. Langfristige oder gar volkswirtschaftlich relevante Überlegungen sind da eher nicht gefragt, so wird die Zockermentalität erst erzeugt, über die man sich dann wundert.

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