%user_javascript%

Bayernwahl ...

... mein Gott Bayernwahl, seit fast 50 Jahren nix was einem aus'm Sessel reißt. Eine Landtagswahl in Bayern hatte bisher etwa den Spannungsbogen eines Doktorwitzes, der beginnt:" Kommt ein Mann zum Arzt ..." gähn, kenn ich schon weiter im Takt noch'n Bier und lass' uns über was spannendes reden.
Nun überschlagen sich die Kommentatoren: Schicksalswahl, Erdrutsch, Ende des Sonderwegs, Zeitenwende, usw. usw.

Die Häme trieft überall aus den Berichten und Kommentaren, genauso wie bei der Betrachtung des Samstagsspiels Bayern gegen Hannover; verloren hamt's die Bayern!

Ich kann mir die klammheimliche Freude darüber, dass die CSU auf eine realistische Größenordnung zurückgestutzt wird auch nicht verkneifen, genauso wie über den Hannoversieg.

Allerdings glaubt man so etwas wie Schalk in den faltengezierten Augen des Segelohrträgers Beckstein zu erkennen, wenn er seine Sprachregelung zum Wahlausgang zelebriert: "Der Wähler will keine Alleinregierung mehr, der Wähler will eine Koalitionsregierung."
Na, also, hätt' der Wähler doch einfach vorher mal seinen Willen bekundet, dann hätte man nicht allein regieren müssen.
Deshalb ist das ja auch keine Schande 17% zu verlieren, man wird auch jetzt nichts anderes tun als den Wählerwillen zu exekutieren.

Oder Pofala, der ultimative Schönredner der Nation: "Die CSU ist nach wie vor die stärkste Partei und wird Regierungsverantwortung übernehmen."
Na also, geht doch.

Und dann noch der Maget, fährt das schlechteste Ergebnis der SPD in Bayern seit 1945 ein und stellt sich als strahlender Sieger dar.

Mit jedem Statement wird mir klarer, warum eine immer größer werdende Gruppe nicht mehr wählt oder Politik für eine Schmierenkomödie hält.

Die Herren machen das selber, dass ihnen der kleine Mann Feind wird. (Spruch aus dem Bauernkreig)
|